Linke Aktivisten publizieren Daten der „Jungen Freiheit“

Berlin (om) Nach der Veröffentlichung von entwendeten Personendaten (Donnerstag) aus dem Besitz der in Berlin erscheinenden konservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) auf einer linksaktivistischen Internetseite hat der Staatsschutz des Landes Berlin Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine politisch motivierte Straftat aufgenommen. Zuvor hatte der Chefredakteur der Zeitung, Dieter Stein, Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Datendiebstahls erstattet. Wie die „JF“ dieser Zeitung auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei den mit voller Anschrift, Telefonnummern und E-mail-Adresse veröffentlichten etwa 380 Namen indes nicht um die vollständige Autorendatei der Zeitung. Ein Sprecher sagte, es sei noch unklar, was für eine Liste publiziert worden sei. Etwa die Hälfte der Personen habe noch nie bei der „JF“ publiziert. Möglicherweise habe die Namensaufstellung als Vorlage für Einladungen zu Veranstaltungen der Zeitung gedient. Vermutlich sei sie über externe Dienstleister oder ehemalige Mitarbeiter entwendet worden. Hinweise, dass die interne Datenbank der „JF“ gehackt worden sei, gebe es bislang nicht. Da sich die Server der linksaktivistischen Seite im Ausland befänden, sei ein juristischer Zugriff aus Deutschland indes sehr schwierig, so der Sprecher.