Kommentar: Sextipps für Kinder

Von Alexander Riebel

Sex außerhalb der Ehe ist für die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ selbstverständlich. Sie glaubt mit der Verbreitung von Hintergrundwissen ihre Pflicht zu tun. Im Heft „Sexualaufklärung und Familienplanung“ sind auch Internetseiten angegeben, auf denen sich Jugendliche informieren sollen. Etwa auf Loveline.de gibt es ein Forum darüber, dass Thomas und seine Freundin mit Kondom und Pille verhüten. Skandalös ist, dass mit Steuergeldern ein „Maßband für die richtige Kondomgröße für Jugendliche“ angeboten wird, dass künstliche Verhütung als alternativlos präsentiert und die einzige Einschränkung von Sex in Aids gesehen wird. Mit der Heft-Reihe „sex 'n' tipps“ werden Jungen und Mädchen eindeutig sexualisiert mit Themen, wie sich der erste Sex anfühlt, mit Titeln wie „Verhüten – eine gemeinsame Sache“ oder einer „Pannenhilfe“ gegen Schüchternheit. Insgesamt geht es hier um die „Phase erster Beziehungserfahrung“, auf die die Bundeszentrale Einfluss nimmt. Wenn Stefanie (13) auf Loveline.de fragt, wann Frauen zum ersten Mal zum Frauenarzt gehen sollen, ist die Antwort: Etwa, wenn sie die Pille wollen. Dieser Umgang mit Kindern ist verantwortungslos. Um sie auf Ehe und Familie vorzubereiten, wäre es entscheidend, sie über einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität zu informieren. Dazu gehört auch das Thema Enthaltsamkeit.