Israel ehrt posthum einen Wehrmachtsoffizier

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem ehrt am Freitag im Jüdischen Museum Berlin den deutschen Wehrmachtsoffizier Wilhelm Hosenfeld (1895 - 1952) posthum als „Gerechten unter den Völkern“. Der Gesandte des Staates Israel, Ilan Mor, überreicht Hosenfelds Sohn die Medaille und Urkunde von Jad Vaschem, wie die israelische Botschaft am Montag in Berlin ankündigte. Es ist die höchste Auszeichnung Israels für Nicht-Juden, die unter Gefährdung ihres Lebens Juden gerettet haben. Hosenfeld wurde berühmt durch den 2002 gedrehten Kinofilm „Der Pianist“. Darin wird gezeigt, wie Hosenfeld während des Zweiten Weltkriegs in Warschau unter anderen dem jüdischen Pianisten Wladislaw Szpilman (1911 - 2000) das Leben rettet. An dem Berliner Festakt nehmen auch die Witwe, der Sohn und Enkelkinder Szpilmans teil. Als „Gerechte unter den Völkern“ ehrte Jad Vaschem bislang rund 23 000 Menschen, unter ihnen 500 Deutsche. DT/KNA