Würzburg

Internationale Zeitschriftenschau am 21. März

Verteidigung der Maskulinität

Catholic Herald, Ausgabe 15. März 2019

Verteidigung der Maskulinität

Der Gedenktag des heiligen Joseph am 19. März ist für Joanna Bogle Anlass, im Catholic Herald die „Verteidigung der Maskulinität“ zu übernehmen. Natürlich wisse sie, dass Frauen tapfer, ausdauernd und körperlich stark sein können. Das Problem aber sei, dass dies uns sehr häufig gesagt werde: „Zurzeit erleben wir, wie weibliche Leistungen, weibliche Weisheit sowie die weibliche Überwindung von großen Widerständen grenzenlos zelebriert werden.“ Zudem würde uns sehr viel von der Unterrepräsentation von Frauen in Geschichtsbüchern erzählt: „doch nun wird es verrückt – und ungerecht“. Denn: die größte einzelne Todesursache in Großbritannien unter jungen Männern ist der Suizid. Außerdem seien weitaus mehr Männer als Frauen im Gefängnis. Mehr Jungen als Mädchen haben große Probleme beim Lesenlernen. Der Zusammenbruch der Ehe habe besonders die Jungs getroffen: „Vielen fehlt die Anwesenheit eines Vaters, und sie müssen eine matriarchalische Hausgemeinschaft mit dem periodischen Auftauchen von irritierenden männlichen Gestalten mit unklarem Status ertragen.“ Und: „Die meisten von uns hörten die ersten Gebete von einer Frau gesprochen. Die Kirche weiß schon seit langem, dass es wichtig ist, die besonderen Stärken von Männern zu betonen.“ Es gebe bestimmte Bereiche, „in denen wir die Bedürfnisse von Männern anerkennen sollten. Dazu gehört eine würdige Liturgie: die vorgegebene Struktur mit ihren förmlichen Gebeten – und der Klang kräftiger laut sprechender Stimmen, altehrwürdige Gesänge und Kirchenlieder, in denen die Theologie des Opfers und der Gemeinschaft mit Gott ganz widerhallt. Wie furchtbar ist es, wenn katholische Schulen oder Pfarreien dies durch Kinder ersetzen wollen, die selbsterdachte Gebete vorlesen, oder durch Versuche, alles unnatürlich ungezwungen zu gestalten.“

Russland: Muslime im Aufwärtstrend

Wie die britische Tageszeitung Daily Mail mitteilt, werde innerhalb der kommenden 15 Jahre etwa 30 Prozent der russischen Bevölkerung den Islam praktizieren. Jedenfalls prognostiziert dies der russische Großmufti mit Berufung auf demographische Trends. Die bereits heute mehrheitlich aus Muslimen bestehende Bevölkerung einiger Regionen und autonomer Republiken in Russland, wie die Region Nordkaukasus und die Republik Tatarstan, haben die höchsten Geburtenraten des Landes. Verschiedenen Schätzungen zufolge beträgt die derzeitige muslimische Bevölkerung in Russland zwischen 14 und 20 Millionen Menschen, was 2018 einem muslimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung Russlands von zehn bis 14 Prozent entspricht. „Experten zufolge wird Russlands muslimische Bevölkerung innerhalb von 15 Jahren auf 30 Prozent anwachsen“, erklärte Ravid Gainutdin, der Vorsitzende des Rates der Muftis Russlands und der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Russischen Föderation. Er sagte weiter, dass diese demographischen Verhältnisse bedeuteten, dass „Dutzende“ neuer Moscheen in Russlands größten Städten gebaut werden müssten. In Städten wie Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg sollen die meisten Muslime des Landes leben. Der Erzpriester der russisch-orthodoxen Kirche Dmitry Smirnov bestätigte laut der „Moscow Times“ die Prognosen des Großmuftis und sagte, dass es „im Jahr 2050 keine Russen mehr geben wird“. Ob der demographische Trend noch umgekehrt werden könne? „Dafür ist es zu spät“, meint Smirnov.

Künstliche Befruchtung für alle

In den Reihen der LGBT-Aktivisten sei man beunruhigt, wie das französische katholische Magazin Homme Nouveau mitteilt: „Die Abstimmung über das neue Gesetz zur Bioethik, die eine künstliche Befruchtung auch alleinstehenden Frauen sowie Frauen, die in einer homosexuellen Partnerschaft lebten, ermöglichen sollte, wurde erneut verschoben.“ Die offiziellen, von der Regierung vorgebrachten Gründe, wie etwa ein voller Terminkalender des Parlaments, haben jedoch nicht überzeugt, wie die Zeitschrift schreibt. Das Gesetz, über das anfangs 2018 abgestimmt werden sollte, „wird zweifellos Ende 2019, oder sogar erst 2020 beschlossen“. Die LGBT-Aktivisten machten dafür die Feigheit seitens der Regierung verantwortlich. In Wirklichkeit jedoch sei es ein „politisches Kalkül, denn die künstliche Befruchtung für alle ist ein Wahlkampfversprechen, das Emmanuel Macron hält und das auch, wenn das Volk nicht noch massiv widerspricht, beschlossen wird. Doch der Präsident legt Wert darauf, seinen Wahlkampf für die Europawahl nicht zu vermasseln, und vielleicht will er ja auch darauf warten, dass sich die Geister beruhigen, damit das Gesetz unbemerkt durchgeht.“

Boykottaufrufe gegen Dessousladen

Aufsehen erregte in Frankreich das Video einer Hidschab-verschleierten jungen Frau, die das Dessous-Unternehmen Etam der Diskriminierung bezichtigt. Die Angestellte einer Filiale, die die arbeitsuchende Muslimin mit dem Verweis auf den Schleier zurückwies, wurde angesichts von Boykottaufrufen entlassen. Die promovierte Juristin und ehemalige Staatssekretärin Jeanette Bougrab sieht in einem Interview mit dem Figaro in der Entlassung „ein weiteres Anzeichen für unsere Schwäche gegenüber dem Islamismus, der sein Gesetz durchsetzen will“. Sie könne verstehen, dass die Verkäuferin überrascht war, als „eine Frau, die einem religiösen Dogmatismus anhängt, der die Frau in einen Status der Minderwertigkeit verbannt und das gesellschaftliche Zusammenleben von Mann und Frau ablehnt, einen Laden betritt, in dem Tangas verkauft werden“. In dem Video, das die sich „Oumaima“ nennende Frau auf Twitter präsentiert, „verunglimpft sie Frankreich“, so Bougrab, „indem sie erklärt, dass unser Land keine Glaubensfreiheit gewährt“. Zudem bedauere sie wiederholt, „die Verkäuferin von Etam nicht geohrfeigt zu haben“.

Werbung für die Leihmutterschaft

Famille Chrétienne berichtet über eine portugiesische Webseite, die Leihmütter fast ausschließlich an Franzosen vermittelt. Auf die Schliche gekommen ist ihr die französische „Association Juristes pour l?enfance“. Die Anwaltskanzlei Subrogalia habe sich 2016 damit gebrüstet, im Laufe von fünf Jahren an der Online-Vermittlung von 750 Leihmutterschaften mitgewirkt zu haben. Diese Praxis ist in Frankreich verboten und unterliegt einer Haftstrafe von sechs Monaten und einer Geldstrafe von 7 500 Euro. Die „Juristes pour l?enfance“ haben vor Gericht eine Verurteilung des Providers der Webseite von Subrogalia erreicht, womit der Internetauftritt der Anwaltskanzlei verpflichtet wurde, seinen Inhalt auf französischem Gebiet zu sperren. Darüber freuen sich die Juristen: „Diese Entscheidung ist ein Sieg für die Rechte von Frauen und Kindern“, sagte die Anwältin Adeline Le Gouvello.

DT/KS