Im Heiligen Land

„Israel hören“ – Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte

Nach dem Ende des britischen Mandats über Palästina rief der Nationalrat der Juden in Palästina unter Berufung auf den Teilungsbeschluss der UNO am 14. Mai 1948 in Tel Aviv den unabhängigen Staat Israel aus. Zum 60. Jahrestag der Staatsgründung veröffentlichte der Silberfuchs-Verlag eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte des Heiligen Landes von seinen Anfängen bis in die Gegenwart – ein Hörbuch, das unter anderem durch die Botschaft Israels in Deutschland, die Israelstiftung in Deutschland und den Zentralrat der Juden in Deutschland gefördert wurde. Die beiden Journalistinnen Antje Hinz und Corinna Hesse legen damit in der Länder-Reihe ihres Verlages mit so ausgezeichneten Hörbüchern wie „Niederlande hören“, „Russland hören“ und „Ungarn hören“ einen neuen Titel vor: „Israel hören“. Und wieder einmal ist ihnen ein großer Wurf gelungen.

Ein Blick zurück in die Geschichte des seit Jahrtausenden kriegsgebeutelten Landes, die von Ägypten und Mesopotamien begrenzte und den Schnittpunkt zwischen den Kulturen des Orient und Okzident bildende Region, verdeutlicht, dass Israel der Schmelztiegel der früheren Hochkulturen war und von dort ein ungeheurer Einfluss auf die übrige Welt ausging. Jerusalem wurde zur Heiligen Stadt mit den drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Die zunächst nur mündliche Überlieferung fand ihren Niederschlag in der Heiligen Schrift, in der Tora und in der Bibel, dem meist gelesenen Buch der Menschheit.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand die zionistische Bewegung und 1922 schließlich übertrug der Völkerbund Großbritannien das Palästina-Mandat mit der Auflage, eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu unterstützen. Nach Ablauf dieses Mandats verkündete dann David Ben Gurion im Mai 1948 die israelische Unabhängigkeitserklärung und die Gründung des Staates Israel.

Die mit über 50 Musikbeispielen unterschiedlicher Kulturtraditionen der Region „illustrierte“ Geschichte wird von dem renommierten Film- und Theaterschauspieler Rolf Becker in eindrucksvoller Weise erzählt und macht diese „Kulturgeschichte fürs Ohr“, die durch ein künstlerisch gestaltetes Beiheft und eine Zeittafel ergänzt wird, zu einem Hörvergnügen.