München

„Hype“ um das Thema „Gender“

Ob man politisch rechts oder links steht, zeigt sich heute primär anhand der Positionierung in der Genderfrage, meint der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte. Und auch die polnischen Bischöfe zeigen, welch bedeutsame und polarisierende Rolle das Thema spielt.

Wie das Thema "Gender" gehypt wird
Vor allem Medien und Politik seien für den Hype um das Thema "Gender" verantwortlich, meint Korte. Bild vom Christopher Street Day in Köln. Foto: Caroline Seidel (dpa)

Von einem „Hype“ um das Thema „Gender“ spricht der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte. Dieser werde vor allem von den Medien und der Politik verursacht. „Bisweilen gewinnt man den Eindruck, dass die Frage, ob man oder frau politisch rechts oder links steht, sich heutzutage primär anhand der persönlichen Positionierung in der Genderfrage entscheidet“, gibt Korte im Gespräch mit der „Tagespost“ zu bedenken.

Gesamte Diskurs "komplett durchideologisiert"

Der gesamte Diskurs um das Thema sei inzwischen „komplett durchideologisiert“, was keineswegs immer im Interesse der Betroffenen sei. Speziell Minderjährige mit transsexuellem Wunsch und „Umwandlungsbegehren“ stünden im Zentrum des massiven medialen Interesses. Angesichts der medialen Dauerpräsenz des Themas, so Korte, seien durchaus Nachahmungseffekte zu vermuten.

Als „kritikwürdig“ bezeichnet der leitende Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München „die Vermarktung von und die reißerische Berichterstattung über immer jüngere Patienten in wenig seriösen TV-Sendungen“. Hinzu kämen viele Internet-Foren, in denen junge Leute euphorisiert über ihre Behandlung berichteten und als Vorbilder fungierten.

DT/mlu

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