Hausdurchsuchungen in „Causa kreuz.net“

In Wien und Oberösterreich ist es offenbar zu Hausdurchsuchungen bei zwei Geistlichen gekommen, die im Verdacht stehen, im Internet rechtsradikale, antisemitische und gegen Homosexuelle gerichtete Artikel verbreitet zu haben. Das berichtete die „Kronenzeitung“ am Samstag. Dem Blatt zufolge sei bei den Hausdurchsuchungen „trotz teils heftiger Gegenwehr“ der Schwester eines der Beschuldigten „ein Berg an Beweismaterial“ sichergestellt worden. Offiziell bestätigt wurde die Aktion auf Anfrage der „Austria Presse Agentur“ (APA) nicht, in den Fall involviert sollen die Staatsanwaltschaft Feldkirch sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz gewesen sein. Die Ermittlungen stehen laut „Kronenzeitung“ in Zusammenhang mit den Untersuchungen rund um die Internetportale „kreuz.net“ und „gloria.tv“. Während „kreuz.net“ im Dezember 2012 nach einer gezielten Initiative zur Suche nach den Verantwortlichen offline ging, sendet „gloria.tv“ weiter. Laut einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat der Internetsender zuletzt seinen redaktionellen Sitz aus dem Schweizer Bergdorf Sedrun nach Wien verlegt. Bei der Hausdurchsuchung in Wien soll es laut „Kronenzeitung“ zu Tumulten gekommen sein: Die Schwester eines Geistlichen habe versucht, Daten auf dem Computer zu löschen und die Beamten daran zu hindern, den PC mitzunehmen. Die beiden Priester dürften laut APA-Recherche in keiner österreichischen Diözese inkardiniert sein. DT/KAP