Glauben im Untergrund

Eine ARD-Sendung über Christen in China

Auf der Suche nach religiösem Sinn finden viele Chinesen zum Christentum. Den größten Zulauf haben christliche Staatskirchen, dort sind die Termine für Erwachsenentaufen ausgebucht und vor den Gottesdiensten stehen die Gläubigen Schlange. Gleichzeitig praktizieren viele Menschen ihren Glauben im Untergrund, sie treffen sich in „halboffiziellen“ Hauskirchen, wo sie die Bibel auslegen und als Katholiken den Papst als geistiges Oberhaupt anerkennen. Immer mehr Firmen richten spirituelle Räume für ihre Mitarbeiter ein, auch Ahnenkult und Buddhismus erleben eine Renaissance.

Für den tibetischen Buddhismus interessieren sich vor allem erfolgreiche, junge Menschen. Doch in welchem Ausmaß ist Religion in China tatsächlich praktizierbar und wie sehr werden jene verfolgt, die sich nicht an die Regeln der Partei halten?

Der an der Universität in München ausgebildete Religionswissenschaftler Xhuo Xinping nimmt dazu Stellung, ebenso wie junge chinesische Buddhisten, Protestanten und Katholiken. Es entsteht ein bislang unbekanntes Portrait über eine Weltmacht, die auf der Suche nach neuen ethischen Werten und alten Traditionen darum ringt, dass Parteidisziplin nicht vergessen wird. DT/PD