Gabriele Kuby klagt gegen Berliner Schaubühne

Die Publizistin und Soziologin Gabriele Kuby hat eine Klage gegen die Berliner Schaubühne, gegen den Regisseur und Autor des umstrittenen Stückes „Fear“, Falk Richter, sowie gegen den Deutschlandfunk (DLF) eingereicht. Kuby will damit gegen die Verfälschung von Zitaten und für die Meinungsfreiheit vorgehen. Regisseur Falk Richters Stücks „Fear“ hat Originalzitate Kubys verändert und der Deutschlandfunk hatte sie dann übernommen. Bereits im Februar hatte Kuby eine Unterlassungsklage gegenüber Deutschlandradio Kultur erwirkt. Die Kanzlei „Rechtsanwälte Steinhöfel“ teilte damals mit, dass sich Kuby, anders als in der Darstellung Richters, „niemals affirmativ über einen totalitären Staat geäußert“ habe, sondern vor der Entwicklung zu einem neuen Totalitarismus warnte. „Wie Untote, Zombies, Wiedergänger aus der Vergangenheit, kehren längst überkommen geglaubte Kategorien, Denkmuster, eine Rhetorik und ein Vokabular aus Zeiten des Nationalsozialismus zurück“, heißt es auf der Internetseite von „Fear“. „Kuby“ erscheint auf der Bühne selbst als „Untote“ (Zombie), ihrem Porträtfoto werden die Augen ausgestochen, sie wird verstümmelt, weil ihr unterstellt wird, selbst den Hass zu predigen. Gabriele Kuby und ihr Rechtsanwalt Steinhöfel haben nun Klage beim Landgericht Hamburg gegen den Deutschlandfunk auf Geldentschädigung und wegen der schweren Verletzung des Persönlichkeitsrechts eingereicht. Die Klage gegen Regisseur Falk Richter und die Berliner Schaubühne richten sich auf die Unterlassung der Benutzung des Fotos mit den ausgestochenen Augen und solche Aussagen wie „Ich bin Gabriele Kuby und halte eine Hasspredigt“ sowie „ich hetze gegen Juden“. Auch hier fordert die Klage Schadensersatz für die Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Für Kuby steht das Recht auf Meinungsfreiheit im Vordergrund: „Es kann nicht angehen, für gut begründete Positionen, welche dem Mainstream zuwider laufen, auf einer staatlich subventionierten Bühne dem Rufmord ausgesetzt zu werden.“ DT/PD