Würzburg

Ex- Freimaurer: Unangenehme Wahrheiten nicht unter den Teppich kehren

Aus Sicht des früheren Freimaurers und jetzigen katholischen Publizisten Burkhardt Gorissen sind Freimaurerei und Christentum auch weiterhin nicht kompatibel.

Freimaurerei und Christentum unvereinbar
Allein die „offizielle freimaurerische Ansicht, dass sich jeder unter dem rituell angerufenen „Baumeister der Welten“ vorstellen könne, wen er will“, sei unvereinbar mit der Aussage Jesu, „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, meint Gorissen. Foto: David-Wolfgang Ebener (dpa)

In der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ nimmt der frühere Freimaurer und jetzige katholische Publizist Burkhardt Gorissen („Ich war Freimaurer“) zu den Äußerungen  des Wiener Priesters, Ex-Diplomaten und Vatikan-Mitarbeiters Michael Heinrich Weninger Stellung, der meint, dass es kein Problem sei, zugleich Katholik und Freimaurer zu sein.

Erklärter Feind der katholischen Kirche

Man sollte, so Gorissen, “unangenehme Wahrheiten nicht unter den Teppich kehren. Dazu gehört, dass die Freimaurerei in den vergangenen Jahrhunderten erklärter Feind der katholischen Kirche war.“ Aus Gorissens Sicht sind Freimaurerei und Christentum auch weiterhin nicht kompatibel.  

„Wenn Weninger der Ansicht ist, dass die Rituale der von ihm vertretenen „regulären Logen“ nicht religiös oder zumindest quasireligiös sind, sollte er offenlegen, welchen Ritualen er beigewohnt oder welche er zumindest geprüft hat. Schon die Aufnahme in den Bund beinhaltet einen klaren Weihevorgang. Der Meister vom Stuhl legt eine Zirkelspitze auf die entblößte Brust des Adepten und bekundet durch jeweils 3 Hammerschläge auf den Zirkel: „In Ehrfurcht vor dem Großen Baumeister der Welten. In Namen der Großloge der Alten und Freien Maurer. Kraft meines Amtes als Meister vom Stuhl, nehme ich Sie an und auf“.“

Wie sich Ratzinger schon Anfang der 80er zur Freimaurerei äußerte

Allein die „offizielle freimaurerische Ansicht, dass sich jeder unter dem rituell angerufenen „Baumeister der Welten“ vorstellen könne, wen er will“, sei – so Gorissen weiter – unvereinbar mit der Aussage Jesu, „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Außerdem, betont Gorissen, sei es bekannt, dass der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, Anfang der 1980er Jahre verkündet habe, dass das „Urteil der Kirche gegenüber der Freimaurerei unverändert“ sei. Das hatte jedoch nicht, wie Weninger kolportiert, Verwirrung zur Folge, sondern war eine eindeutige Klarstellung. Bis heute.

DT/mee

Warum der Ex-Freimaurer Burkhardt Gorissen keine Annäherung von Freimaurerei und Christentum für möglich hält, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost. Holen Sie sich das ePaper dieser Ausgabe kostenlos hier .