Darlehens-Affäre in Bayerns Medien-Landeszentrale

In der Darlehens-Affäre der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat deren Präsident Wolf-Dieter Ring am Donnerstag eine Einflussnahme von Kreditgebern auf frühere Entscheidungen des Medienrates erneut bestritten. In seinem Bericht bei der 30. Sitzung des Medienrats in München nahm Ring ausführlich zu den Berichten um Kredite aus der Medienbranche an den früheren Medienratsvorsitzenden und CSU-Abgeordneten Klaus Kopka Stellung. Es lasse sich in einem „vorsichtigen Resümee“ feststellen, es habe keine Entscheidungen des Medienrates an den Gremien vorbei gegeben, und die Entscheidungen seien immer mehrheitlich und transparent gefallen. „Ein besonderes Engagement in Diskussionsbeiträgen von Herrn Kopka, der etwa versucht hätte, den Medienrat in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen, sind den Protokollen nicht zu entnehmen», heißt es in dem schriftlich vorliegenden Bericht Rings im Medienrat. Insgesamt seien bei der Klärung der Kredite an Kopka jedoch laut Ring noch immer einige Fragen ungeklärt. Die Landeszentrale habe entsprechende Informationen nur zum Teil bekommen und prüfe weiter. Mitte Juli war nach Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ bekannt geworden, dass es nach Kopkas Ausscheiden aus dem Medienrat noch weitere Kredite an ihn aus der Medienbranche gegeben hatte. Erste Nachforschungen hatten im Mai begonnen, als bekannt wurde, dass Kopka noch in seiner Zeit als Medienratsvorsitzender in den 90er Jahren Darlehen von dem Medienunternehmer Ralph Burkei gewährt wurden. DT/dpa