Ausflüge im Lungau: Wallfahrtskirche in Mariapfarr: Wallfahrtskirche bei Tamsweg: Pfarrkirche zum heiligen Paulus: Wallfahrtsmuseum in Mariapfarr: Burg Mauterndorf

Der Volksliederchor aus Salzburg singt stimmungsvoll in der Abendmesse. Die Kirche wurde ursprünglich im romanischen Stil erbaut. Aus dieser Zeit sind noch die Fresken und das kunsthistorisch wertvolle Gnadenbild der „Schönen Madonna von Mariapfarr“, zu der schon viele tausende Pilger gekommen sind.

In einem Hollerbaum oberhalb von Tamsweg hat man die Statue des Heiligen Leonhard, des Patrons der Tiere, wiedergefunden, nachdem sie aus der Kirche im Ort verschwunden war. Nachdem das noch mehrmals passiert ist, hat man die Statue des St. Leonhard in eine Truhe eingesperrt. Doch die Statue wurde wieder in dem Hollerbusch gefunden. Das wurde als ein Zeichen gesehen und an der Stelle wurde die Wallfahrtskirche für den Heiligen Leonhard gebaut. 1433 wurde die gotische Kirche eingeweiht. Berühmt sind die Glasfenster, besonders das „Goldfenster“ aus blauen und gelben Scheiben. Heute sind die Altäre im Barock. Der Heilige Leonhard steht in einem goldenen Schrein und gibt der Kirche eine besondere Atmosphäre, die durch außergewöhnlich viele Votivtafeln noch unterstrichen wird.

Die Kirche in Lessach ist mit ihren „Sarchen“, den Truhengräbern, einzigartig in Österreich. Die Holzeinfassungen sind fast einheitlich schwarz und silbern eingerahmt, so sind alle im Tod gleich. Die Sarchen sind mit verschiedenfarbigen Stiefmütterchen geschmückt, die im schönen Kontrast zum Schwarz stehen. Besonders kunstvoll sind die geschmiedeten Grabkreuze.

Das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“, hat sicher schon jeder einmal gesungen oder zumindest gehört? Joseph Mohr schrieb 1816 den Text des weltberühmten Weihnachtsliedes, als er als Hilfspriester von 1805 bis 1817 in Mariapfarr lebte. Sein Freund, Franz Xaver Gruber, Komponist und Lehrer, vertonte den Text. Diese Originalnoten sind im Pfarr- und Wallfahrtsmuseum in Mariapfarr ausgestellt. Joseph Mohr wuchs mit seinen Geschwistern in großer Armut auf. Seinen Vater hatte er nie kennengelernt. Aber er hatte auch Glück im Leben. Dem Domchorvikar Johann Nepomuk Hiernle war die schöne Stimme des Buben aufgefallen und der ermöglichte ihm eine gute Ausbildung. So konnte Joseph Mohr 1811 in das Priesterseminar in Salzburg eintreten, das er mit großem Erfolg beendete. Nach der Priesterweihe 1815 ließ er sich nach Mariapfarr versetzen, wo noch sein Großvater lebte. Joseph Mohr starb am 4. Dezember 1848 als Pfarrer von Wagrain im Pongau in völliger Armut. Er hinterließ nicht einmal so viel, dass die Begräbniskosten bezahlt werden konnten, denn er hatte alles an die Armen verschenkt. Den Weltruhm als Textdichter des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ konnte er nicht mehr erleben.

Bei einer Tour durch die Burg Mauterndorf wird man in das 15. Jahrhundert katapultiert. Zum Schutz der Handelswege über die Tauern wurde diese Festung als Mautstation gebaut. Wenn man die vielen Stufen im 44 Meter hohen Wehrturm emporsteigt, bekommt man einen Überblick über das Leben des Erzbischof Leonhard von Keutschach, der hier mit seinem Gefolge gelebt hatte. Der große Rittersaal ist reich mit Ranken bemalt. Die Küche, die vom offenen Feuer ganz schwarz geworden ist, ist unverändert erhalten geblieben. Gleich neben der Küche lagerten früher die Lebensmittel und die Hühner und Schweine lebten praktischerweise auch gleich dort. In der Burgschenke kann man heute eine zünftige Jaus’n oder einen Ritterspieß genießen und dazu kann man sich sogar traditionelle Kleidung ausleihen. DT/Dräger