Abenteuer der Liebe

Eine Handreichung für Ehe und Ehevorbereitung mit Papst Franziskus. Von Franz Salzmacher

Titelblatt der Broschüre "Abenteuer der Liebe - Ehevorbereitung mit Papst Franziskus"
Anliegen der Broschüre ist es, angehende Brautleute für die Würde, die Schönheit und die Freude an dem Abenteuer der Ehe zu begeistern. Foto: lim

Papst Franziskus hat im Schreiben „Amoris laetitia“ auf die Bedeutung einer guten Ehevorbereitung hingewiesen. Auch auf den Bischofssynoden zum Thema Ehe und Familie wurde nachdrücklich Wert auf eine gute Vorbereitung auf die Ehe gelegt. Diese Gedanken und Impulse sind nun in einer sehr ansprechend bebilderten Broschüre aus dem Fe-Medienverlag unter dem Titel „Das Abenteuer der Liebe“ dargestellt (ISBN 978-3-86357222-8, € 4,90). Ziel des Verfassers Professor Arturo Cattaneo ist es, angehende Brautleute für die Würde, die Schönheit und die Freude an dem großartigen Abenteuer Ehe zu begeistern. Das ist heute notwendiger denn je. Denn die eheliche Bindung ist heute aus kulturellen und sozialen Faktoren eine veritable und anspruchsvolle Herausforderung geworden. Das Büchlein beschreibt auf seinen 61 Seiten Wege, wie man Ehekrisen bewältigen kann, warum es auch heute mehr als sinnvoll ist, kirchlich zu heiraten und warum die Geschlechtlichkeit „ein Geschenk Gottes ist, das die Begegnung der Eheleute schön macht“ („Amoris laetitia“, 152). Es gibt auch Antworten auf tägliche Herausforderungen. Zum Beispiel die Übung von Qualitäten und Tugenden, welche die gegenseitige Hingabe erleichtern, etwa Zärtlichkeit, Großzügigkeit, Geduld, gute Laune, Optimismus, Heiterkeit, Fingerspitzengefühl, Pünktlichkeit, Toleranz oder auch Empathie und Gelassenheit.

Cattaneo, ein Schweizer Architekt und Priester, der zurzeit an der Theologischen Fakultät von Lugano lehrt, hebt die Notwendigkeit einer „realistischen“ Liebe hervor. Auch diese Anregung kommt von Papst Franziskus: „Eine der Ursachen, die zu Brüchen in der Ehe führen, besteht in den übertrieben hohen Erwartungen an das Eheleben.“ Die eheliche Liebe soll, so Cattaneo, „ausgewogen“ sein. Es gelte, das „Gleichgewicht zwischen dem Paarleben, der Sorge um die Kinder, den individuellen Beschäftigungen und Vergnügungen, den sozialen Verpflichtungen“ zu bewahren. In diesem Sinn enthält die Handreichung eine Reihe praktischer Ratschläge für die Kommunikation in der Ehe. Auch die heftigsten Diskussionen sollten mit einer Geste der Wiederversöhnung enden. Das verlange auch Demut und Geduld.

Wie die Blume, so bedürfe auch die eheliche Liebe der Geduld und der Aufmerksamkeit eines guten Gärtners. Sie sei etwas Lebendiges, das man nicht „aufbewahren“ könne. Sie wachse oder sterbe. Für den Papst ist es von großer Bedeutung, dass die Ehe nicht als eine Art „Fertigprodukt“ missverstanden wird, dass „die Verlobten die Heirat nicht als das Ende eines Weges ansehen, sondern die Ehe als eine Berufung annehmen, die sie vorwärts treibt, mit dem festen und realistischen Entschluss, alle Prüfungen und schwierigen Momente gemeinsam zu durchleben“.