Trends: Studie: Deutsche wollen eine neue Ökonomie: Zitat der Woche: „Für sie gilt der selbst auferlegte Anspruch, alles zu tun, um den Menschen das Menschsein zu bewahren und in seiner Einzigartigkeit zu erhalten, bis sich der Kreislauf des Lebens

Der Postmaterialismus setzt sich immer mehr durch: Die Deutschen misstrauen zusehends dem Kapitalismus, dem Nutzen des Wirtschaftswachstums und mehr als 80 Prozent von ihnen lehnen einen Wohlstand ab, der auf Kosten der Umwelt geht oder durch hohe Staatsverschuldung erkauft wird. So hat am Donnerstag die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh eine Studie vorgestellt, die sich auf die Suche den neuen Werten der Bundesbürger macht. Fast neun von zehn fordern demnach eine neue Wirtschaftsordnung, in der der Umweltschutz einen höheren Stellenwert als bisher hat und die einen sozialen Ausgleich in der Gesellschaft anstrebt. Als Quellen ihrer persönlichen Lebensqualität nennen 80 Prozent die Gesundheit, 72 Prozent eine intakte Familie und Partnerschaft sowie 66 Prozent ein selbstbestimmtes Leben. Ein friedliches Zusammenleben und soziales Engagement ist für jeweils 58 Prozent ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität, so die Meinungsforscher. Für lediglich zwölf Prozent sei „Geld und Besitz zu mehren“ die Quelle der Freude am Leben. DT/KNA/Foto: dpa

Nun rollt der Ball wieder: An diesem Wochenende startet die Fußball-Bundesliga. Vor allem aber rollt der Rubel. Denn dort kicken fünf Klubs, die sich unter den zwanzig umsatzstärksten Vereinen Europas befinden – und diese Top 20 haben in der Saison 2008/09 einen Gesamtumsatz von 3,9 Milliarden Euro verbucht. Das ist dem jüngsten Bericht „Football Money League 2010“ der Wirtschaftsprüfungsgruppe „Deloitt“ zu entnehmen. An der Spitze der umsatzstärksten Clubs in Europa standen danach 2008/09 (das sind die jüngsten, belastbaren Zahlen, die das Unternehmen einberechnete) Real Madrid (401,4 Millionen Euro), der FC Barcelona (365,9), Manchester United (327) und an vierter Stelle der deutsche Branchenprimus Bayern München mit einem Umsatz von 289,5 Millionen Euro. Auf Platz elf folgt der Hamburger SV, auf Platz 16 Schalke 04, auf Platz 17 SV Werder Bremen und auf Platz 18 Borussia Dortmund. Das war vor der großen Weltwirtschaftskrise. Eine andere aktuelle Studie mit Titel „Bälle, Tore und Finanzen VII“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young befragte nach der Krise 34 Klubs der Bundesliga und Zweiten Liga. Danach haben 44 Prozent der Bundesliga-Klubs in der vergangenen Saison 2009/2010 rote Zahlen geschrieben. Und nur jeder dritte Klub (33 Prozent) hat laut Umfrage nach eigener Einschätzung Gewinn gemacht. DT/sei

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