Spanien: Wirbel um Anti-Transgender-Aktion

Madrid (KNA) Eine Kampagne gegen Transsexualität sorgt in Spanien für Aufsehen. Seit Montag ließ die katholische Bürgerplattform „Hazte Oir“ („Verschaff dir Gehör“) einen orangefarbenen Bus durch Madrid fahren. Die Aufschrift in großen weißen Lettern lautete: „Jungen haben einen Penis. Mädchen haben eine Vulva. Lass dich nicht täuschen.“ Dies solle niemanden diskriminieren, „sondern die biologische Tatsache untermauern, die wir alle in der Schule gelernt haben“, erläuterten die Initiatoren. Der Bus sollte durch mehrere Städte wie Valencia, Bilbao, Pamplona und San Sebastian fahren und am Freitag in Barcelona ankommen.

Doch laut spanischen Medienberichten (Mittwoch) ließ die Madrider Stadtverwaltung das Fahrzeug von der Polizei stoppen und festsetzen. „Madrid ist eine integrative Stadt, in deren Straßen es keinen Platz für Transphobie gibt“, wird die Sprecherin der linken Madrider Stadtregierung, Rita Maestre, zitiert. Die Plattform „Hazte Oir“, die laut eigenen Angaben landesweit rund 7000 Mitglieder zählt, hatte die Aktion als Antwort auf eine Kampagne im Januar gestartet. Damals sollte die Bevölkerung in Navarra und im Baskenland mit Plakaten auf das Thema transsexuelle Kinder aufmerksam gemacht werden. Auf den Plakaten hieß es: „Es gibt Mädchen mit Penis und Jungen mit Vulva“.

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19.09.2021, 17 Uhr
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