Soldaten sollen mehr über die Weltreligionen wissen

Berlin (DT/KNA) Die Soldaten der Bundeswehr sollen künftig mehr über die großen Weltreligionen wissen. Grundkenntnisse darüber seien unabdingbar für Soldaten, sagte der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, am Dienstag in Berlin. Religiöse Anschauungen könnten Wegweiser und Kompass sein und böten auch Maßstäbe für die sicherheitspolitische Ausrichtung. Königshaus äußerte sich bei der Vorstellung einer Handreichung für die Angehörigen der Bundeswehr zum Verständnis der Weltreligionen. Das Buch „Orientierung Weltreligion“ enthält auf gut 200 Seiten Abhandlungen über die fünf großen Weltreligionen: Christentum – aus katholischer und aus evangelischer Sicht, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus. Dargestellt werden Ursprung, Verbreitung und zentrale Lehrsätze. Zugleich geht es um das ethische Grundprofil, ethische Orientierungen sowie die interreligiöse Perspektive. Die Publikation entstand vor dem Hintergrund der Neuordnung des lebenskundlichen Unterrichts, der nunmehr für die Soldaten verpflichtend ist. Der Herausgeber der Handreichung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, Klaus Ebeling, nannte als Ziele des Buches einerseits die Vermittlung von Grundkenntnissen, andererseits die Anregung zur aktiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Religionen und ihren prägenden Einflüssen auf Gesellschaft, Kultur und Politik. Sowohl innerhalb der Streitkräfte als auch bei den internationalen Einsätzen seien die Soldaten damit inzwischen quasi tagtäglich konfrontiert. Der Generalvikar der Katholischen Militärseelsorge, Walter Wakenhut, bezeichnete das Buch als wichtige Handreichung für Soldaten wie Seelsorger. Es sei ein „großer Gewinn“ für den lebenskundlichen Unterricht.

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