Sodomie soll klarer verboten werden

Berlin (DT/dpa) Das Verbot sexueller Handlungen mit Tieren soll rechtlich klarer verankert werden. Dies wird in Abstimmung mit den Ländern in die geplante Reform des Tierschutzgesetzes aufgenommen, wie ein Sprecher des Bundesagrarministeriums am Montag in Berlin sagte. Damit wurde ein Bericht der „Tageszeitung“ („taz“/Montag) bestätigt. Es ändere sich nichts am Status quo, aber der rechtlichen Handhabe, erläuterte der Sprecher. Der FDP-Tierschutzexperte Hans- Michael Goldmann sagte: „Mit dem expliziten Verbot wird die Ahndung erleichtert und der Schutz der Tiere erhöht.“ Die Reform soll wohl an diesem Mittwoch im Bundestags-Agrarausschuss beschlossen werden. „Es darf nicht sein, dass jemand einem Tier Schmerzen und Leiden, die zu Verhaltensstörungen führen können, zufügen kann, ohne dass er dafür belangt wird“, sagte Goldmann, der auch Ausschussvorsitzender ist. Hier gehe es nicht um ein Strafgesetz. „Deshalb verbieten wir aus Tierschutzgesichtspunkten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen und es Dritten zu diesen Zwecken zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.“ Tierschützer fordern seit langem, Tiere vor vermeidbaren Schäden zu bewahren. Bisher sei Sex mit Tieren nur verboten, wenn er zu erheblichen Verletzungen des Tieres führt, berichtet die „taz“.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann