NS-Verbrecher: Kein kirchliches Begräbnis

Rom (DT/KNA) Der NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke erhält kein kirchliches Begräbnis. Wie italienische Medien am Montag berichteten, lehnte das Bistum Rom eine öffentliche Bestattung nach katholischem Ritus für den am Freitag im Alter von 100 Jahren in Rom verstorbenen Deutschen ab. Die Stadt Rom untersagte aus Sorge vor einem Aufmarsch neofaschistischer Sympathisanten Priebkes zudem jedes andere öffentliche Totengedenken. Als SS-Hauptsturmführer war Priebke am 24. März 1944 maßgeblich an der Erschießung von 335 Italienern in den Ardeatinischen Höhlen im Süden Roms beteiligt. Dafür wurde er 1998 in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt. Priebke sei getauft gewesen und habe vor seinem Tod die Absolution erhalten, so Priebkes Anwalt Paolo Giachini. Ein Kardinal habe sich bereit erklärt, das Begräbnis unter Ausschluss der Öffentlichkeit im engsten Familienkreis zu leiten.

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