Neugestaltung: Das Gelände der Verkündigungskirche

Nazareth (DT/KNA) An der Verkündigungsbasilika in Nazareth haben Bauarbeiten für eine umfassende Umgestaltung begonnen. Künftig sollten Pilger über einen „sinnvollen Parcours“ durch den Außenbezirk des Heiligtums geführt werden, sagte Guardian Ricardo Bustos am Montag. Neben der Verkündigungsgrotte selbst würden dabei die archäologischen Ausgrabungen von Teilen des antiken Nazareth und die „Grotte des Arbeiters Josef“ besser in die Gesamtanlage integriert. Seit 1620 betreuen die Franziskaner den Ort, an dem der Tradition nach der Engel Gabriel der Jungfrau Maria die Geburt Jesu verkündete. Die moderne Basilika von 1969 ist der größte christliche Sakralbau des Nahen Ostens. In den vergangenen Jahren sei es durch die stark angewachsenen Pilgerströme zu chaotischen Zuständen in der Kirche gekommen, da Ein- und Ausgänge nicht klar definiert seien, so Bustos. Nun baue man an einer Treppe, die den Platz vor der Oberkirche direkt mit dem offiziellen Pilgertor verbinde. Die Verkündigungsgrotte selbst muss voraussichtlich auch in Zukunft meist für Besucher geschlossen bleiben. Der Fels im Inneren befinde sich in einem schlechten Zustand, so der Franziskaner. Erst in der vergangenen Woche sei wieder ein Brocken von etwa 50 Zentimetern Durchmesser aus der Decke gebrochen. Italienische Fachleute arbeiteten nun an einem Restaurierungskonzept. Derzeit können Beter das Herzstück des Heiligtums nur morgens betreten.

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