Mission im Schwarzwald

Gemeinschaft Emmanuel zu Gast im Archertal. Von David Brehm

Archertal (DT) Unter dem Motto „Wann reißt der Himmel auf – auch für dich?“ hat die Gemeinschaft Emmanuel aus Altötting zusammen mit Gemeinden aus der Seelsorgeeinheit Archertal im Schwarzwald eine viertägige Pfarrmission gestaltet.

„In diesen Tagen soll die Gemeinde aufgebaut werden, wiederbelebt werden“, hieß es beim Morgenlob. Dazu sollte neben anderen zahlreichen Aktivitäten wie Nordic Walking, Frauenfrühstück und Hausbesuche auch der Schulbesuch beitragen. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren, die sich entschieden haben, „ein Jahr ganz Gott zu schenken“, um ihren Glauben zu vertiefen, trafen sich mit Grund- und Werkrealschülern.

In der Erwin-Schweizer-Schule in Ottenhöfen hörten die Schüler der achten Klasse zunächst zwei Zeugnisse. Beide Zeugen, Raphael (19) und Ulrike (20), berichteten jeweils von einer Entfernung von der katholischen Kirche und ihrer anschließenden Wiederannäherung. Gewalt, Alkohol und das andere Geschlecht hatten sie in ihren Bann gezogen, bis sie durch persönliche Begegnungen wachgerüttelt worden sind und feststellten, dass ein solches Leben nicht erfüllend sei. Im Gegenteil, „Gott ist die wahre Droge“, so Raphael. Anhand selbst formulierter Fragen kamen dann die Schüler ins Gespräch über Gott.

In der vierten Klasse trugen die jungen Missionare eine Weihnachtsgeschichte vor, in der von der vergebenden Kraft Jesu die Rede war. So freue sich Jesus über alle schlechten Taten, die man ihm schenke, damit er diese umwandeln könne. Nach einem Abschlussgebet bestanden die Kinder ihrerseits noch auf einem Abschiedslied und sangen zusammen mit ihrem Rektor und Lehrer Josef Koeninger „Laudate Domini“ für die Gäste aus Altötting.

Zusammen mit Bernhard Benz, Pfarrer in Ottenhöfen und Seebach, und Wendelin Faller, Pfarrer in Kappelrodeck und Waldulm, hielten die Priester der Gemeinschaft Emmanuel, August Spanner und Markus Zurl, am Nachmittag eine Anbetungsstunde mit der Möglichkeit zum Empfang der Krankensalbung. Musikalisch begleitet und in Gegenwart des Allerheiligsten gingen die vier Pfarrer durch die Reihen und legten den Kranken die Hände auf. Zuvor hatte August Spanner betont, dass es „bei der Krankensalbung um eine ganzheitliche Heilung geht“. So könne zum Beispiel Vergebung auch zu einer Heilung körperlicher Gebrechen beitragen.

Das Anliegen der einheimischen Gläubigen, den Glauben in der Gemeinde zu erneuern, dürfte von der Offenheit und Begeisterung der Studenten aus Altötting bekräftigt worden sein.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in Budapest
Budapest
Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier