Mehr Sicherheit am Kölner Dom

Foto: Hoensbroech | Schlüsselübergabe mit Vertretern von Stadt, Polizei und Kirche.

„Anlaufstelle Dom“. Es klingt wie der Titel für eine pastorale Einrichtung – und bei der Eröffnung wünschte der Kölner Dompropst Gerd Bachner denn auch „Alles Gute und Gottes Segen“ und fügte hinzu: „Wir werden Sie im Gebet begleiten.“

Die Senkung der Straftaten ist das Ziel

Pastoraler Beistand wird den hier tätigen Personen guttun, und sie selbst müssen sicherlich auch immer wieder das ein oder andere Mal wie Seelsorger agieren. Denn die „Anlaufstelle Dom“ ist eine Einrichtung, die gemeinsam von Mitarbeitern der Polizei und des Ordnungsamts der Stadt Köln in der unmittelbaren Nähe des Wahrzeichens der Rheinmetropole betrieben wird.

Täglich von zwölf bis 20 Uhr werden je drei Polizisten und je drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes gemeinsam in Zweiergruppen auf Streife gehen und als Ansprechpartner für Anfragen von Bürgern und Touristen zur Verfügung stehen.

An Festtagen wie Karneval, Silvester oder auch während des Weihnachtsmarkts werden die Öffnungszeiten erweitert. „Wir hoffen, dass damit die Zahl der Straftaten in der Domumgebung weiter zurückgeht und das Sicherheitsempfinden deutlich verbessert wird“, so Polizeipräsident Uwe Jacob, der im Beisein von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Schlüssel für die Anlaufstelle im ehemaligen Kurienhaus aus der Hand des Dompropsts entgegennahm. Die Hohe Domkirche als Besitzer der Immobilie ist der Vermieter. Bis 2020 wird die Anlaufstelle hier untergebracht sein, dann soll das Kurienhaus im Zuge der geplanten Neugestaltung abgerissen werden. Die stationäre „Anlaufstelle Dom“ ersetzt die mobile Wache am Bahnhofsvorplatz.

Diese war dort platziert worden, nachdem es beim vorletzten Jahreswechsel zu vielfachen sexuellen Übergriffen und anderen Straftaten gekommen war. In der mobilen Wache waren seit ihrem Bestehen vor allem Anzeigen zu Taschen- und Trickdiebstählen sowie Beschwerden über aggressives Betteln eingegangen. DT/uvh

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