Lettland nimmt erste Flüchtlinge aus Türkei auf

Riga (DT/dpa) Lettland hat im Zuge des EU-Flüchtlingspakts mit der Türkei die ersten vom Bosporus umgesiedelten Flüchtlinge aufgenommen. Die Familie stammt aus Syrien, wie das Innenministerium in Riga am Freitag mitteilte. Sie wurde im einzigen Flüchtlingsheim des baltischen Landes in Mucenieki untergebracht. Dort leben auch die bereits zuvor aufgenommenen 23 Flüchtlinge, die bislang in die Ostseerepublik überführt wurden. Lettland will binnen zwei Jahren bis zu 776 Flüchtlinge aufnehmen. Auch im benachbarten Estland sind zwei weitere Flüchtlingsfamilien aus Syrien eingetroffen. Die Schutzsuchenden wurden in Tallinn aus Griechenland in den nördlichsten Baltenstaat umgesiedelt. Damit hat Estland nun 27 der zugesagten 550 Flüchtlinge aufgenommen. In den Ländern bestehen teils starke Vorbehalte gegen die Aufnahme. Die beiden Länder im Nordosten Europas sind bislang vom Flüchtlingszustrom so gut wie nicht betroffen.

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