Köln: „Decke Pitter“ läutet wieder

Köln (KNA/DT) Nach über anderthalbjähriger Pause wird die größte Glocke am Kölner Dom, der „decke Pitter“, wahrscheinlich an Allerheiligen wieder läuten. Zunächst werde es in dieser Woche wiederholt zu Probeläuten kommen, teilte das Domkapitel am Montag mit. Die 24 Tonnen schwere Petersglocke musste seit April vorigen Jahres schweigen, weil an einer neuen Aufhängung des Klöppels gearbeitet wurde. Das 600 Kilogramm schwere Teil saß nicht genau mittig und „küsste“ das Glockeninnere an der einen Seite härter als an der anderen. Die Dombauhütte entwickelte nach eigenen Angaben unter anderem mit der Technischen Hochschule Köln eine neue Aufhängung, die aus einem drei Tonnen schweren Metallblock gefräst wurde und eine Justierung ermöglicht. Das Loch in der Glockenhaube, das die Klöppelaufhängung aufnimmt, war laut Dombauhütte bereits beim Glockenguss 1923 nicht zentriert eingebracht worden. Die neue Aufhängung ermögliche nun, dass sich der Klöppel millimetergenau horizontal verschieben lässt. Bereits in den 1950er Jahren wurde der „decke Pitter“ laut Dombauhütte durch einen Riss beschädigt. Er sei zwar erfolgreich geschweißt worden, bilde aber eine ständig zu beobachtende Schwachstelle.

Themen & Autoren

Kirche