Hilfsorganisation: Lage im Gazastreifen katastrophal

München (DT/KNA) Nach Einschätzung der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer ist die Lage im Gazastreifen derzeit schlimmer als nach dem Krieg im Sommer 2014. „Die Not der Menschen hat sich weiter verschärft“, sagte der Leiter des SOS-Kinderdorfes Rafah, Samy Ajjour, am Freitag. Ende August des vergangenen Jahres hatten sich Israel und Palästinenser auf eine Waffenruhe geeinigt. Dennoch sind nach Angaben von SOS-Kinderdörfer über 80 Prozent der Menschen im Gazastreifen auf Hilfslieferungen angewiesen. Viele Familien lebten in Ruinen oder Zeltlagern, da mehr als 18 000 Häuser schwer beschädigt oder ganz zerstört worden seien. Es fehle zudem an lebensnotwendigen Dingen wie Strom und Gas, warmer Kleidung und Medikamenten. Viele Familien hätten keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen. Besonders die Kinder litten unter diesen „katastrophalen Bedingungen“, so Ajjour. „Die Menschen sehnen sich nach einem dauerhaften Frieden und der Einhaltung der versprochenen Hilfszahlungen durch die internationale Gemeinschaft.“

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