Geldmangel gefährdet Rote-Khmer-Tribunal

Phnom Penh (DT/KNA) Menschenrechtsorganisationen in Kambodscha sehen die Arbeit des Rote-Khmer-Tribunals durch anhaltende finanzielle Probleme des Gerichts gefährdet. Es werde immer schwieriger, das „Ziel der Gerechtigkeit für die Opfer und Überlebenden“ zu erreichen, betonte das Cambodian Human Rights Action Committee (CHRAC) am Mittwoch in Phnom Penh. CHRAC ist ein Zusammenschluss von 21 kambodschanischen Menschenrechtsorganisationen. Die Zahlungen Kambodschas an das Tribunal stünden seit einigen Monaten aus, kritisieren die Menschenrechtler. Die kambodschanischen Mitarbeiter des Tribunals hätten seit drei Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Zu Wochenbeginn sei die Verhandlung wegen eines Streiks der Übersetzer abgesagt worden. Das Tribunal ist aus internationalen und kambodschanischen Juristen zusammengesetzt. Der internationale Teil wird durch Geberländer über die Vereinten Nationen finanziert; Kambodscha hat sich vertraglich zur Finanzierung seines Teils verpflichtet. Bereits im Oktober hatte das Tribunal die Zahl seiner wöchentlichen Sitzungstage wegen Geldmangels reduziert. In dem Verfahren gegen die noch lebenden Führungskader der Roten Khmer stehen derzeit drei Angeklagte wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht.

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24.09.2021, 10 Uhr
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