Funde von romanischer Kapelle in Erfurt

Erfurt (DT/KNA) In der Erfurter Magdalenenkapelle sind Überreste einer romanischen Kapelle gefunden worden. Wie das Bistum am Mittwoch bekannt gab, sind überraschend bei Bauarbeiten Überreste einer romanischen Kapelle entdeckt worden. Dabei handele es sich vermutlich um ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Die Funde sollen archäologisch gesichert werden, der Umbau zu einer Urnenbegräbnisstätte werde allerdings fortgeführt. Das Interesse an dem sogenannten Kolumbarium mit rund 420 Urnengräbern ist nach Angaben des Bistums besonders groß, die Liste der Vormerkungen sei bereits geschlossen. Wie die Allerheiligenkirche, in der es seit 2007 ein sogenanntes Kolumbarium für Christen und Nichtchristen gibt, gehört auch die Magdalenenkapelle zur Erfurter Dompfarrei. Beide Kirchen sollen laut Bistum auch konzeptionell verbunden werden. Für beide Kolumbarien werde es eine gemeinsame Satzung und Gebührenordnung geben. Ein Kolumbarium ist eine Begräbnisstätte in Form einer Halle, eines Gewölbes oder eines Extrabaus, in der Urnen mit der Asche Verstorbener beigesetzt werden. Die eigentliche Bedeutung des lateinischen Wortes ist Taubenschlag. In der Antike wurden mit „columbarium“ auch die seit etwa 50 v. Chr. um Rom und Neapel entstandenen Bestattungsräume bezeichnet, weil sie mit ihren Wandnischen an Taubenschläge erinnerten.

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