Gesellschaft

Die Welt investiert ethisch

Immer häufiger ist von ethischen Banken zu lesen.
Nachhaltigkeit als Ziel des Umgangs mit kirchlichem Vermögen
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Immer häufiger ist von ethischen Banken zu lesen. So gibt es etwa die GLS-Bank, die als Genossenschaftsbank auftritt und die erste Bank hierzulande ist, die mit sozialen-ökologischen Grundsätzen punktet. Dabei werden soziale und ökologische Investitionen konsequent Transparent angeboten. Auch die Kirche investiert ethisch und nachhaltig. So helfen Finanzexperten etwa Vermögensanlagen zu finden.

Rendite als kalkuliertes Risiko

Schon vor der Tagung von Finanzverantwortlichen Ende 2019 von Orden, Pfarreien, Bistümern und Hilfswerken stand die Frage im Raum, wie kirchliche Anleger ihr Vermögen möglichst ethisch und nachhaltig investieren könnten. Beim Schlussplenum war dann die These kommuniziert worden, das die Vermögensanlage durchaus Teil der Verkündigung der Kirche sein kann. Dabei war das Interesse im Allgemeinen recht groß. So waren ebenfalls Privatanleger interessiert, die dem Ruf des Veranstalters „Forum ethisch-nachhaltiges Investment“ folgten. Gerade Familien, die in Zeiten wie diesen Verlässlichkeit sowie Stabilität und Planbarkeit brauchen, sind in finanziellen Fragen immer häufiger ebenfalls auf die Vorgehensweise der Kirche angewiesen. Sie dient ihnen in diesem Punkt als Richtungsnadel, an der der finanzielle Kompass ausgerichtet werden kann.

Für Anleger ist es derweil nicht einfach, die „passende“ Anlage zu finden. Vor allem, da sich der Markt ständig weiterentwickelt und eine Vielzahl an Optionen bereithält. Neben klassischen Anlageformen wie Sparbuch und Tagegeld sind ebenso Aktien oder Immobilienfonds interessant. Immer häufiger greifen Interessierte auch zu Exchange Traded Funds (ETF) oder Contracts for Difference (CFD). Im Trend liegt zudem das Forex-Trading. Dieses ist gerade für Privatanleger eine Option, wenn schnell viel Kapital vervielfacht werden soll. Um eine preiswerte Lösung zu finden, um daran teilzunehmen, bietet sich der Forex Broker Vergleich an. Über diesen lässt sich der Online-Broker ausfindig machen, der zu den individuellen Ansprüchen passt.

Wichtig zu wissen ist in diesem Kontext jedoch stets, dass das investierte Geld niemals aus dem Topf stammen darf, der für die Lebenssicherung benötigt wird. Denn mit dem Handel über den Broker besteht ebenso ein hohes Risiko. Damit einhergeht die Möglichkeit des Verlustes der Investition.

Nachhaltigkeit als Ziel des Umgangs mit kirchlichem Vermögen

Für Christen ist in erster Linie jedoch nicht alleine die finanzielle Rendite ausschlaggebend. Diese ist ohnehin in Zeiten von Straf- und Niedrigzinsen bei den klassischen und sicheren Anlageformen kaum existent. Vielmehr geht es um eine christliche Vermögensanlage und Verantwortung. Schließlich gilt es ökologische Folgen ebenso zu beachten wie soziale. Im Rahmen des eingangs erwähnten Forums ging es folglich um die unterschiedlichen Anlageoptionen sowie Investmentprodukte, die es den kirchlichen Institutionen ermöglichen, nachhaltig und ethisch zu investieren.

Eine Patentlösung freilich kann hier nicht gefunden werden. Schließlich müssen ebenfalls die Einrichtungen Rendite erwirtschaften. Denn die Kirche zeigt sich für ein breites Spektrum verantwortlich. Vom Arbeitgeber über den Betrieb von speziellen Institutionen oder eben Kitas und Schulen. Aufwendungen, die nicht zuletzt mit Rendite finanziert werden müssen.

Hinzu kommen Themen wie Gerechtigkeit, Frieden und „die Bewahrung der Schöpfung“. Dabei geht es vor allem um Nachhaltigkeit. Einem Punkt, der gerade der jüngeren Generation enorm wichtig ist. Insofern zählen besonders die gemeinschaftlichen Werte. Somit ist es nur richtig, dass die Kirche einen aktiven und auch mutigen Einfluss als weltweite Institution auf die nachhaltige Ausrichtung von Investments neben sollte. Möglich ist das freilich nur, wenn die Vernetzung zwischen den Bistümern, Orden und Verbänden sowie den Geldanlegern engmaschiger wird. 

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