BEIM NAMEN GENANNT

Bischof Ludwig Schick hat am vergangenen Wochenende im oberbayerischen Beilngries unter Verweis darauf, dass sich die Kirche nicht aus der Gesellschaft zurückziehen dürfe, diesen Auftrag so definiert: „Ein Christ heute muss in der einen Hand die Bibel halten und in der anderen Hand die Tageszeitung und beides zusammenbringen.“

Bischof Heinrich Mussinghoff ist der Ansicht, dass familiäre Grundwerte auch für Alleinerziehende und Patchworkfamilien bereichernd sein können. Auch in neuen Familienformen sollten diese Werte entdeckt werden, sagte Mussinghoff am Wochenende in Aachen. Familien seien der „vornehmste Ort für die Bildung und Erziehung von Kindern und Heranwachsenden“. Kindergärten und Schulen hätten lediglich einen ergänzenden Auftrag, so der Bischof. Nur in familiären Krisen sollten öffentliche Einrichtungen versuchen, die Arbeit der Eltern zu ersetzen. Mussinghoff äußerte sich bei der Bundesdelegiertenversammlung des Familienbundes der Katholiken.

Bischof Gerhard Ludwig Müller hat die Katholiken aufgerufen, „nach den Erlebnissen der vergangenen Monate nicht niedergeschlagen zu sein“. Vielmehr gelte es, Jesus Christus an Arbeitsplätzen, in Schulen, Vereinen und Familien zu bezeugen, sagte Müller am Wochenende bei einer Prozession in Regensburg. Die Gläubigen hätten durch den Umzug „der Menschheit die Fackel vorangetragen und sie darauf aufmerksam gemacht, dass Jesus Christus das Licht ist, das alle erleuchtet“.

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