BEIM NAMEN GENANNT

Marco Arana (47), katholischer Priester in Peru (Foto: Privat), hat am gestrigen Mittwochabend den Aachener Friedenspreis 2010 erhalten. Der Seelsorger, der eng mit dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor zusammenarbeitet, wurde für sein Engagement gegen die Ausbeutung der Umwelt und der Einheimischen in seiner Heimat durch die amerikanischen Betreiber der größten Goldmine Lateinamerikas in Cajamarca, das im Nordwesten Perus liegt, ausgezeichnet. Der dort tätige Priester unterstützt zum Beispiel Bauern in Abfindungs-Prozessen gegen das Unternehmen Newmont Mining Corporation oder macht weltweit darauf aufmerksam, dass durch die Mine das Wasser und das Land der Bauern vergiftet wird. Arana will in Peru auch 2011 mit der neu geschaffenen Bewegung Tierra y Libertad zu den Präsidentschaftswahlen antreten.

Karl Kardinal Lehmann hat einen allgemein und nicht zuletzt in Medien und bei staatlichen Stellen leichtfertigen Umgang mit Gerüchten und Anschuldigungen beklagt. Es gebe heute oft eine Hemmungslosigkeit des Verdachts, der bereits geäußert werde, bevor auch nur Anhaltspunkte dafür vorlägen, kritisiert der Mainzer Bischof in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Beitrag für seine Bistumszeitung „Glaube und Leben“. Darin appelliert der Kardinal an die Medien, sich an die Unschuldsvermutung zu halten, bis ein gediegenes Urteil möglich sei. Staatsanwaltschaften wirft er vor, schon bei einem Anfangsverdacht an die Öffentlichkeit zu gehen. Man dürfe sich dann nicht wundern, wenn die Medien darüber berichteten. Durch unbegründete Mutmaßungen über angebliche Schuldige würden Menschen in vieler Hinsicht belastet, so Lehmann.

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