BEIM NAMEN GENANNT

Dagmar Wöhrl (CSU), Vorsitzende des Entwicklungsausschusses des Bundestags (Foto: dpa), warnt vor den Folgen einer stark wachsenden Ausbreitung von Wüsten. Im Interview der Wochenzeitung „Das Parlament“ bezeichnet sie die Wüstenbildung als „eines der größten Umweltprobleme, die wir derzeit haben“. 40 Prozent der Trockengebiete seien schon jetzt von Desertifikation betroffen. „Das hat unmittelbare Folgen für jene, die in den betroffenen Regionen leben – und das sind über eine Milliarde Menschen“, so Wöhrl. Die CSU-Politikerin befürchtet durch diese Entwicklung wachsende Konflikte und zunehmende Migration, auch nach Europa. „Das ist ein Dominoeffekt. Erst kommen der Wassermangel und die Armut, dann beginnt der Kampf ums Wasser.“ Die Deutschen müssten „ein persönliches Interesse daran haben, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort so zu verbessern, dass sie keinen Grund haben, ihre Heimat zu verlassen“.

Eveline Widmer-Schlumpf, Schweizer Justizministerin, sprach sich für eine liberalere Lösung als bisher im Umgang mit der Sterbehilfe in der Schweiz aus. In der „SonntagsZeitung“ reagierte sie damit auf Kritik an den bestehenden Vorschlägen zur Regelung der Suizidbeihilfe. Die ist in der Schweiz nur verboten, wenn selbstsüchtige Motive im Spiel sind. Im vergangenen Herbst waren zwei Vorschläge in die Beratung gegangen, um die bestehende, wenig präzise Regelung zu ändern. Die Alternativen lauteten: „Festlegung von klaren Sorgfaltspflichten im Strafrecht für Mitarbeitende von Suizidhilfeorganisationen oder aber die organisierte Suizidhilfe zu verbieten“. Beide Vorschläge stießen aber nun auf deutliche Kritik. Die Ministerin möchte jetzt etwa Sterbehilfe auch für chronisch Kranke unter bestimmten Bedingungen erlauben.

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