BEIM NAMEN GENANNT

desmond tutu, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Erzbischof von Kapstadt (Foto: dpa), wird sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Nach seinem 79. Geburtstag am 7. Oktober will Tutu mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, sagte er laut Medienberichten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Kapstadt. „Ich habe getan, was ich kann und brauche Zeit für Dinge, die ich unbedingt machen will. Ich möchte etwas mehr Ruhe“, sagte Tutu. Tutu war der erste schwarze anglikanische Bischof in Südafrika, von 1986 bis 1996 war er Erzbischof von Kapstadt. Tutu spielte außerdem eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Apartheid. 1984 wurde ihm dafür der Friedensnobelpreis verliehen.

Markus Löning (FDP), der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, hat Kuba zur sofortigen Freilassung aller politischen Häftlinge aufgefordert. Die Ankündigung des kubanischen Parlamentspräsidenten Ricardo Alarcon müsse sofort umgesetzt werden, mahnte Löning am Donnerstag in Berlin. Am Dienstag hatte Alarcon in Aussicht gestellt, mehr als die bislang angekündigten 52 politischen Häftlinge aus dem Gefängnis zu entlassen. Darüber hinaus forderte Löning Kuba zu „echten Reformen“ auf. Die kubanische Regierung müsse ihre Politik grundlegend ändern, betonte er. „Sie muss die Menschenrechte endlich achten und ihren Bürgern ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, sagte der Menschenrechtsbeauftragte. Dazu gehöre auch, dass die Bürger Kubas in freier Wahl über ihre Regierung abstimmen dürften.

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16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier