Beim Namen genannt

Die Wirtschaftskrise kann nach Ansicht des Malers und Bildhauers Markus Lüpertz zu einem neuen Wertebewusstsein führen. Vielleicht lernten die Menschen wieder einen neuen Umgang mit Zeit und Sinnfragen, sagte Lüpertz am Mittwochabend in Mainz. Nach seinem Eindruck ist für viele Menschen heute Langeweile ein Hauptproblem. Sie hätten regelrecht Schwierigkeiten, Zeit zu ertragen. Zudem dominiere eine Ablenkung durch Computer und andere Bildschirmgeräte, die in beängstigender Weise aggressiv, banal und heftig sei.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge trauert um einen seiner wichtigsten Förderer und Führungspersönlichkeiten: Ehrenpräsident Richard Wagner ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 2. Februar nur wenige Wochen vor Vollendung seines 85. Lebensjahres verstorben. „Der Volksbund verliert mit Richard Wagner einen vorbildlich engagierten Menschen, der sich über viele Jahrzehnte hinweg wie kaum ein anderer für die Kriegsgräberfürsorge eingesetzt hat. Unser Mitgefühl gilt in diesen Tagen seinen Angehörigen“, sagte Volksbund-Präsident Reinhard Führer. Der ehemalige Bürgermeister Richard Wagner prägte jahrzehntelang das öffentliche Leben in Schwabmünchen – unter anderem durch sein „außergewöhnliches Wirken im Beruf, als Kommunalpolitiker, als Heimatpfleger sowie im Dienste des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“, wie es der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber in einem Gratulationsschreiben 2004 zum 80. Geburtstag von Wagner formulierte. Wagner war Träger des Bayerischen Verdienstordens und weiterer hoher Auszeichnungen. Er war ab 1947 ehrenamtlich für den Volksbund tätig, über Jahrzehnte im Führungsgremium des Präsidiums und des Vorstandes, zuletzt als stellvertretender Präsident. Für seine Verdienste wurde er im Jahr 2000 zum Ehrenpräsidenten ernannt. In seiner Funktion als Ehrenpräsident des Volksbundes traf Richard Wagner vor einem Jahr Papst Benedikt XVI. in Rom und wurde persönlich vom Heiligen Vater begrüßt.

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