Beim Namen genannt

Nach einer Umfrage wünscht sich jetzt eine deutliche Mehrheit der Bürger, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch über die Bundestagswahl 2009 hinaus im Amt bleibt. Selbst bei den Anhängern von SPD (56 Prozent) und Grünen (54 Prozent) hätte Merkel eine Mehrheit. Insgesamt liegt die Zustimmung bei 62 Prozent. Das ergab eine Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins „Stern“. Merkel ist deutlich beliebter als die Bundesregierung insgesamt: 69 Prozent beurteilen ihre Arbeit als gut, mit Blick auf die ganze Regierung sind dies nur 36 Prozent. Seit ihrem Amtsantritt hat sich das Bild der Kanzlerin deutlich gewandelt. Fast die Hälfte der Bürger (49 Prozent) finden der Umfrage zufolge, dass sich Merkel seit Herbst 2005 positiv verändert hat. Dass sie sich zu ihrem Nachteil entwickelt hat, glauben nur 12 Prozent. In den neuen Bundesländern erzielt die CDU-Vorsitzende allerdings ein relativ schlechtes Ergebnis: Hier billigen ihr nur 39 Prozent eine positive Entwicklung zu. Mit dem Auftreten Merkels im Ausland sind 85 Prozent zufrieden. Selbst 72 Prozent der Anhänger der Linken sagen, dass sie Deutschland in der Welt gut vertritt.

Der Freistaat Bayern hilft dem weltberühmten Passionsspielort Oberammergau aus der Klemme. Um die Kosten in Höhe von 10,3 Millionen Euro für die Passionsspiele 2010 schultern zu können, übernimmt die Staatsregierung eine Bürgschaft über 80 Prozent des Betrages. „Die weltberühmten Passionsspiele von Oberammergau haben eine kulturelle Bedeutung, die weit über die Grenzen des Freistaates Bayern hinausreichen“, begründete Finanzminister Erwin Huber (CSU) laut Mitteilung die am Dienstag vom Kabinett in München abgesegnete Staatsbürgschaft. In einer Erklärung der Staatskanzlei wird aber auch klargestellt, dass die Gemeinde erhebliche eigene Anstrengungen unternehmen muss, um aus ihrer Finanzmisere herauszukommen. Der Ort hat sich seit den Millenniumsspielen 2000 hoch verschuldet. Die auf ein Pestgelübde zurückgehenden Passionsspiele werden seit 1634 regelmäßig aufgeführt. Fast das ganze Dorf ist auf oder hinter der Bühne beteiligt.

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