Beim Namen genannt

Nach vehementen Rücktrittsforderungen hat der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlichs, sein Amt niedergelegt. In einer am Freitag in Köln veröffentlichten Erklärung übernahm er die Verantwortung für den Vertrauensschaden, den das Hilfswerk in den letzten Wochen erlitten habe. „Ich entschuldige mich bei allen, die unter der öffentlichen Diskussion zu Unrecht gelitten haben“, erklärte er. Ein Neubeginn gebe die Möglichkeit, neu zu denken und zu handeln. Der Interimsvorsitzende von Unicef Deutschland, Reinhard Schlagintweit, dankte Garlichs „für 18 Jahre außerordentlich erfolgreiche Arbeit“. Er hoffe, dass Garlichs für einen Übergang zur Verfügung stehe. Das Hilfswerk war nach Verschwendungsvorwürfen massiv unter Druck gekommen. Im Zuge der Auseinandersetzungen hatte die SPD-Politikerin Heide Simonis den Vorsitz von Unicef Deutschland niedergelegt. Auch Garlichs war aufgefordert worden, persönliche Konsequenzen zu ziehen.

Günther Beckstein (64), bayerischer Ministerpräsident, hält Fasten für eine „persönliche Bereicherung“. Die aus der katholischen Kirche stammende Tradition sei eine wichtige Übung, sagte der bekennende Protestant der Münchner „Abendzeitung“ (Wochenendausgabe). Er freue sich darüber, dass auch bei den evangelischen Christen das Fasten mittlerweile eine immer größere Rolle spiele. Für ihn selbst sei damit die Erkenntnis verbunden, dass er weder Alkohol noch Süßigkeiten brauche. Im Gegensatz zu Hungern bedeute Fasten für ihn, bewusst auf etwas zu verzichten. Bis Ostersonntag will der CSU-Politiker mit viel Wasser, Obst und Salat fünf Kilo abnehmen. Schwache Minuten, in denen er eine Tafel Schokolade auf einmal esse, seien aber nicht ausgeschlossen. In die Kirche gehe er aber in der Fastenzeit nicht mehr als sonst, so der Ministerpräsident. Allerdings versucht Beckstein in der Passionszeit trotz aller Hektik des Tagesgeschäfts mehr Stille und Besinnung zu finden. Aber die Politik verschaffe sich immer wieder Vorrang. „Das ist halt bei einem Politiker so.“

Themen & Autoren

Kirche

Papst in Budapest
Budapest
Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier