Beim Namen genannt vom 30.04.2019

Kurienkardinal Gerhard Müller

Mangelnden Respekt und ideologische Verblendung wirft der Kurienkardinal Gerhard Müller den Kritikern des emeritierten Papstes vor. Nicht Benedikt, sondern dessen Kritiker seien es, die zu einer Spaltung der Kirche beitragen würden. Kurienkardinal Gerhard Müller verteidigt die Analyse des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu den Ursachen der Missbrauchskrise in der katholischen Kirche. Benedikt habe den „größten Überblick und die tiefsten Einblicke“, was die Ursprünge und die Geschichte des von Klerikern begangenen sexuellen Missbrauchs angehe. Das schreibt Müller in einem Essay für das katholische US-Magazin „First Things“.

Erzbischof Georg Gänswein hat Priester davor gewarnt, anstelle des Evangeliums „selbst gesponnene Theorien“ zu verkünden. „Wer eine neue Kirche erfinden möchte, wer an ihrer DNA herumschrauben möchte, der ist auf dem Holzweg und der missbraucht seine geistliche Vollmacht“, sagte der Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. am Wochenende im Stift Heiligenkreuz bei Wien. „Wenn Priester und Bischöfe nicht mehr den Mut haben, das Evangelium zu verkünden, sondern eigene Weisheiten, gibt es Unheil und Schlagzeilen. Und hatten wir davon in jüngster Zeit nicht mehr als genug?“, so Gänswein.

Der österreichische Bundespräsident

Alexander Van der Bellen ist wieder Mitglied einer christlichen Kirche: „Ich bin heuer wieder in die evangelische Kirche des Augsburger Bekenntnisses eingetreten“, bekannte er in einem Interview mit Kirchenzeitungen. Der 75-Jährige revidierte damit einen Schritt, den er als junger Mann aus Ärger über einen Pfarrer gesetzt hatte. In seiner politischen Laufbahn gab Van der Bellen, der Mitglied der „Grünen“ war, mehrmals darüber Auskunft, nicht an einen persönlichen Gott zu glauben, zollte aber dem positiven Einfluss religiöser Überzeugungen auf das soziale Zusammenleben Respekt.

 
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Kirche

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