Beim Namen genannt

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Nach dem Tod von Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo haben führende Politiker an China appelliert, seine Witwe nun ohne Restriktionen ausreisen zu lassen. Neben der EU und dem US-Außenministerium verlangte auch die Bundesregierung von Peking, die Einschränkungen der Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit von Liu Xia aufzuheben. Sie und ihr Bruder Liu Hui sollten auf Wunsch umgehend nach Deutschland oder in ein anderes Land ihrer Wahl ausreisen dürfen, forderte Außenminister Sigmar Gabriel. China wies jegliche Kritik zurück. Der 61 Jahre alte Bürgerrechtler, der 2009 wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Haft verurteilt worden war, war am Donnerstag nach einem Krebsleiden in einem Krankenhaus gestorben. 2010 erhielt er für sein bürgerrechtliches Engagement den Nobelpreis.

Kardinal Pietro Boetto (1871–1946), von 1938 bis 1946 Erzbischof von Genua, ist von der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt worden. Diese Entscheidung ehre Boettos „edle und mutige Persönlichkeit“ sowie die Kirche von Genua, aus deren Reihen bereits zuvor drei Priester diese Auszeichnung erhalten hätten, zitierte die Tageszeitung „Avvenire“ am Freitag aus einer Stellungnahme des norditalienischen Erzbistums. Der Jesuit Boetto hatte in der Endphase des Zweiten Weltkriegs hunderten Juden in der norditalienischen Hafenstadt das Leben gerettet.

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16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier