Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Mit scharfen Worten hat der frühere Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky, die Teilnahme des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, an der multireligiösen Veranstaltung „Religionen für ein weltoffenes Berlin“ auf dem Breitscheidplatz kritisiert. In seiner Kolumne in der „Bild“-Zeitung schrieb Buschkowsky, der wie Müller der SPD angehört: „Da nimmt doch der Regierende tatsächlich an einer sogenannten Friedenskundgebung auf dem Breitscheidplatz teil und hält auch noch eine Rede. Dort, wo vor wenigen Monaten Menschen Opfer eines islamistischen Terroranschlages wurden und auf dem Pflaster verbluteten.“ Buschkowsky kritisiert die Teilnahme insbesondere, weil unter den Initiatoren der Kundgebung „auch muslimische Vereine, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden und regelmäßig in den Berichten der Sicherheitsbehörden auftauchen“ gewesen seien. „Sie gelten als islamistisch, der Muslimbruderschaft nahestehend oder als Treffpunkte und Anlaufstellen der Hamas.“ Der 68-jährige Politiker, der mit dem Buch „Neukölln ist überall“ bundesweit bekannt wurde, schreibt weiter: „Welch ein Hohn für die Hinterbliebenen der Opfer, wenn von einem Imamredner an der Stätte des Leids gesagt wird: ,Ich weigere mich, das Wort Islamismus für den Terroranschlag zu akzeptieren.‘“ Buschkowsky erinnert in seiner Kolumne daran, dass der Zentralrat der Juden den Regierenden Bürgermeister vor der Veranstaltung „eindringlich“ gebeten habe, nicht an dieser teilzunehmen. „Doch nix da, er blieb, wie wir ihn kennen. Stur wie ein Panzer mit Hornhaut auf den Fingerspitzen. Er scheint gar nicht mehr zu merken, wen er da hoffähig macht.“

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