Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Pedro Almodovar (66), spanischer Regisseur, Oscar-Preisträger (Foto: dpa), nimmt in seinem neuen Film „Julieta“ das „Opus Dei“ ins Visier. Für ihn ist das Opus Dei „die größte und gefährlichste Sekte Spaniens“, sagte er dem „Focus“. Sein Film dreht sich um eine Mutter, die ihre Tochter verliert, weil sich diese einer sektenartigen Organisation anschließt und jeden Kontakt mit ihr abbricht. Kritiker werfen dem Opus Dei Elitedenken, Erziehung zu blindem Gehorsam und sektenhafte Strukturen vor. Die Kirche indes sprach den Gründer, Josemaría Escrivá (1902–1975), heilig – Papst Johannes Paul II. hatte das Opus Dei bereits 1982 zur „Personalprälatur“ erhoben. Ihr gehören nach eigenen Angaben weltweit 90 000 Mitglieder an. Das Werk betreibt einige Hochschulen, darunter die Päpstliche Universität Santa Croce in Rom.

Eine „gesunde Bindung“ an Religion schützt nach Einschätzung des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide vor Extremismus und Radikalisierung. Nicht weniger, sondern mehr Religion müsse die Antwort auf Terrorismus sein, so der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster in der aktuellen Ausgabe der österreichischen Zeitung „Die Furche“. Belegt sieht Khorchide seine Position durch den Umstand, dass die Terroristen, die in den vergangenen Jahren Anschläge im Namen des Islam verübt hätten, viel eher „religiöse Analphabeten“ statt praktizierende Muslime gewesen seien.

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