Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Beim Symposium „Flüchtlinge in Deutschland: Integration ermöglichen – Zusammenhalt stärken“ im Schloss Bellevue übte „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (Foto: dpa) Selbstkritik. Die Medien hätten im Umgang mit der Flüchtlingsfrage häufig „keine gute Figur gemacht“. Sie hätten sich zu Mitgestaltern gemacht, anstatt nüchtern über die Vorkommnisse zu berichten. Er habe jedoch das Gefühl, seit den Ereignissen in Köln gebe es eine offenere Berichterstattung.

Deutschlands größte Tageszeitung „Bild“ will keine Kampagne gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland führen, um sie politisch zu bekämpfen. Das sagte die neue „Bild“-Chefredakteurin Tanit Koch der Deutschen Presse-Agentur. „Eine Kampagne gegen die AfD würde sie wichtiger machen, als sie ist“, betonte Koch. Die AfD sei eine „Defizitpartei“, die keine Antworten auf Probleme habe. Die Leser würden es „Bild“ jedoch verübeln, wenn sie sich bevormundet fühlten. „Wir haben als Journalisten keinen Erziehungsauftrag“, betonte Koch in ihrem ersten Interview seit ihrem Amtsantritt Anfang Januar. An diesem Samstag ist sie 100 Tage im Amt. Die „Bild“-Zeitung hatte sich im vergangenen Jahr mit einer Pro-Flüchtlingskampagne unter dem Titel „Refugees Welcome – wir helfen“ hervorgetan. Koch nannte die Aktion ein „klares Bekenntnis zur Hilfsbereitschaft“ in Deutschland für Flüchtlinge.

Themen & Autoren

Kirche

Kardinal Rainer Maria Woelki
Köln

+++EILMELDUNG+++ Woelki bleibt im Amt Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung

Nach Information der Wochenzeitung "Die Zeit" belässt Papst Franziskus den Kölner Kardinal im Amt. Er soll jedoch eine Bedenkzeit von mehreren Monaten nehmen.
24.09.2021, 10 Uhr
Meldung