Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Die Bundesregierung hat den früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher (Foto: dpa) in einer ersten Reaktion auf die Todesnachricht als großen Staatsmann gewürdigt. Streiter sagte, Genscher habe wie ganz wenige andere die Geschicke Deutschlands beeinflusst. Er nannte ihn einen großen Europäer und großen Deutschen. Genscher starb im Alter von 89 Jahren nach Angaben seines Büros Büro in Bonn in der Nacht zum Freitag. Der protestantische Christ Genscher blickte 2011 mit Dankbarkeit auf sein Leben zurück: „Ich habe nie mit meinem Schicksal gehadert, was ja auch heißt, nie mit Gott gehadert – ihm aber immer wieder gedankt, er war stets gnädig mit mir.“

Der ungarische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit in seiner Wohnung in Budapest. Dies berichtete die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf seinen ungarischen Verleger.

Kertész wurde 1929 in Budapest als Kind einer jüdischen Familie geboren. Als Jugendlicher überlebte er die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen in sein Hauptwerk „Roman eines Schicksallosen“ ein. Zugleich beschäftigte sich Kertesz in seinen Romanen und Essay-Bänden intensiv mit dem totalitären Sozialismus, den er als Erwachsener in seiner Heimat Ungarn erlebte.

2002 erhielt Kertesz als erster Ungar überhaupt den Literaturnobelpreis. Die Anerkennung in seiner Heimat blieb ihm jedoch lange Zeit versagt.

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