Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Karl-Peter Naumann (Foto: dpa), Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn hält die Sicherheitstechnik bei der Bahn auch nach dem Zugunglück in Oberbayern grundsätzlich für zuverlässig. „Sie können kaum mehr tun, als auf dieser Strecke getan wurde“, sagte er am Mittwoch im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Das sogenannte punktförmige Zugbeeinflussungssystem, das Züge im Notfall zwangsweise abbremsen kann und auch die Unfallstrecke gesichert hat, sei „relativ stabil“. Man könne zwar nie einen technischen Defekt ausschließen. „Aber im Großen und Ganzen ist es ein altbewährtes System, das immer wieder etwas verbessert worden ist und das ohne riesige Elektronik auskommt“, sagte Naumann. Die Möglichkeit, dass sich Fehler einschleichen, sei relativ gering. Auch Jochen Trinckauf, Professor für Verkehrssicherungstechnik an der Technischen Universität Dresden, sagte dem Deutschlandfunk: „Es ist praktisch ausgeschlossen, dass zwei Signale gleichzeitig Fahrt zeigen können.“ Das Zugbeeinflussungssystem könne aber auch umgangen werden, etwa bei einer Störung. In diesem Fall übernehme der Mensch die Verantwortung. Die Ursache für das schwere Zugunglück in Bad Aibling mit zehn Toten ist nach wie vor unklar. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Mittwochvormittag vor Ort, es stehe noch nicht fest, was passiert sei. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verwies darauf, dass noch nicht klar sei, ob menschliches oder technisches Versagen ursächlich für die Katastrophe sei.

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