Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

In einem eindringlichen Appell hat der Buchautor Jürgen Todenhöfer (Foto: dpa) die Kämpfer und Sympathisanten der IS-Terrormiliz, insbesondere die deutschen, aufgefordert, sich „vom mörderischen Anti-Islam des IS“ loszusagen. „Ihr habt nicht das Recht, das Ansehen der großen Religion Islam durch perverse Mordtaten und die Auslöschung anderer Religionen zu beschädigen“, schreibt Todenhöfer im „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom Donnerstag. Der IS-Anführer und selbst ernannte „Kalif“ Abu Bakr Al Baghdadi habe die Ideale der vorwiegend jungen Muslime missbraucht. „Wenn Ihr wahre Muslime seid, müsst ihr diesem Spuk endlich ein Ende bereiten. Notfalls unter Lebensgefahr. Dann wärt ihr wahre Helden des Islam“, so Todenhöfer in seinem Aufruf. Der 74 Jahre alte frühere Politiker und Manager hatte sich im Dezember 2014, versehen mit Sicherheitsgarantien des IS, in dessen Herrschaftsgebiet aufgehalten. Über seine Erfahrungen hat er soeben das Buch „Inside IS – 10 Tage im ,Islamischen Staat‘“ vorgelegt.

Für den Musiker Herbert Grönemeyer leben seine verstorbenen Angehörigen weiter. „Das ist vielleicht die calvinistische Prägung durch meinen Vater“, sagte der Sänger dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“. Ende der 1990er Jahre waren in kurzem Abstand sein Bruder, seine Ehefrau und sein Vater gestorben. „Die drei sind als Truppe da, die auf mich gucken“, so Grönemeyer. „Wenn ich von meinem Vater erzähle oder von meiner damaligen Frau... dann sind die immer bei mir.“ Für ihn sei dieses Verhältnis zu den Verstorbenen schön.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann