Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Paulina Vega (22), derzeit amtierende Miss Universe und damit sozusagen offiziell die schönste Frau der Welt, will nun doch nicht mehr mit der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC sprechen. Die Kolumbianerin (Foto: dpa) hatte noch im Januar ihre Bereitschaft angekündigt, mit den Rebellen in der kubanischen Hauptstadt Havanna sprechen zu wollen, wenn dies dem Friedensprozess in ihrem Heimatland diene.

Jetzt erklärte Vega nach einer Zusammenkunft mit Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, ein solches Treffen sei nicht relevant für den Prozess. Die FARC hatte Vega nach ihrer Wahl zur Miss Universe Anfang des Jahres zu einem Gespräch eingeladen. Seit Ende 2012 laufen die Friedensverhandlungen zwischen der größten kolumbianischen Rebellengruppe FARC und der Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die Gespräche stehen unter der Schirmherrschaft von Norwegen und Kuba und werden zudem von Chile und Venezuela begleitet.

Die FARC entstand 1964. Mit rund 9 200 Kämpfern ist sie die größte Rebellenorganisation Lateinamerikas. Ihr werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die EU, wie auch Kolumbien, Peru, die Vereinigten Staaten und Kanada stufen sie als Terrororganisation ein. Bereits geeinigt haben sich beide Seiten in den Punkten Landverteilung, Drogenhandel und politische Integration der FARC. Zur Zeit werden die Verhandlungen zu den Punkten Opferentschädigung und Entwaffnung fortgesetzt.

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