Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Hiram Maxim (Foto: KNA) ist der amerikanisch-britische Erfinder, der das erste selbstladende Maschinengewehr der Welt konstruierte. Er wurde am 5. Februar 1840 in Sangerville im US-Bundesstaat Maine als Sohn eines Farmers geboren. Die Familie stammte angeblich von französischen Hugenotten ab, die zunächst nach England flohen und später in die USA auswanderten. Maxim selbst ließ sich Anfang der 1880er–Jahre in London nieder, wo er 1884/85 das von ihm konstruierte Gewehr der Öffentlichkeit vorstellte. Lord Garnet Wolseley fand die Waffe „ganz wundervoll“; der deutsche Kaiser Wilhelm I. hielt sie für das Non plus ultra, der russische Zar Alexander III. „der Friedensstifter“ war enttäuscht, als Maxim bei einem ersten Treffen ohne Maschinengewehr erschien. Die Gewehre kamen wohl erstmals 1893 in Simbabwe zum Einsatz; ihre grausige Wirkung entfalteten sie 1898, als bei der Schlacht von Omdurman im Sudan über 10 000 Einheimische fielen, während auf britischer Seite lediglich 48 Soldaten ums Leben kamen. Maxim starb als britischer Staatsbürger, von Queen Victoria geadelt, am 24. November 1916 in London – mitten im Ersten Weltkrieg und wenige Tage nach der Schlacht an der Somme, wo über eine Million Soldaten starben, nicht zuletzt durch Maschinengewehrfeuer. Ein bizarrer Vorgang, der sich um Maxim und einen weiteren Waffenbauer, William Cantelo, rankt, taucht bis heute immer wieder in britischen Medien auf. Cantelo verschwand in den 1880er–Jahren wie vom Erdboden verschluckt, just zur selben Zeit, als Maxim nach England kam. Cantelos Söhne beteuerten, Maxim und ihr Vater seien ein und dieselbe Person, konnten sich mit dieser Version aber nie durchsetzen.

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