Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (Foto: dpa), SPD, reist am 11. Oktober zu einem Treffen mit Papst Franziskus in den Vatikan. Bei der Privataudienz werde Schulz den Papst aller Voraussicht nach zu einer Rede im Europaparlament einladen; Einzelheiten und ein möglicher Termin stünden allerdings noch nicht fest, teilte ein Sprecher von Schulz am Freitag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. Offiziell sei noch immer die Einladung offen, die der damalige EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering (CDU) 2007 an Benedikt XVI. ausgesprochen hatte; der Besuch kam nie zustande. Auf der Agenda der Begegnung von Franziskus und Schulz stünden Themen von beiderseitigem Interesse, beispielsweise der Syrien-Konflikt. Der argentinische Papst und der deutsche EU-Parlamentspräsident könnten sich ohne Dolmetscher unterhalten, weil sie die Muttersprache des jeweils anderen verstünden. Bei den Feiern zum Amtsantritt von Franziskus im März hätten beide vereinbart, in Kontakt zu bleiben. Die Audienz ist nach Angaben des Sprechers der Hauptanlass der Reise von Schulz; daneben sei ein Besuch beim Welternährungsprogramm WFP geplant. Italienische Europaabgeordnete hatten Schulz in einem Brief gebeten, Papst Franziskus ins Europäische Parlament einzuladen. Johannes Paul II. (1978–2005) sprach im Jahr 1988 vor den Parlamentariern in Straßburg.

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