Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Bernhard Heinzlmaier (Foto: IN), Wiener Jugendforscher, sieht die Zukunftsperspektiven der jungen Generation pessimistisch. „Sie ist auf dem besten Wege, in die absolute Verblödung geführt zu werden“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. „Wenn unser Erziehungs- und Bildungssystem nur noch nach den ökonomischen Gesichtspunkten von OECD und Pisa funktionieren muss, rechne ich den Jugendlichen keine guten Chancen aus.“ Es brauche eine neue Bewegung aus der Zivilgesellschaft heraus, wenn humanistische Werte im Bildungssystem wieder eine Rolle spielen sollten. Weiter kritisierte Heinzlmaier, Lehrinhalte würden seit Jahren nach ihrer Verwertbarkeit für den Arbeitsmarkt ausgewählt. In den Schulen finde eine Verlagerung zugunsten naturwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Inhalte statt, weg von Musik, Literatur und Kunst, so der Mitbegründer des Wiener Instituts für Jugendkulturforschung. Der Verzicht auf kulturelle Bildung werde die demokratische Grundordnung über kurz oder lang gefährden, weil der Nachfolgegeneration die politische Urteilsfähigkeit fehle.

Anlässlich seines 100. Geburtstags am 24. Juli wird der Pfarrer und NS-Gegner Hermann Scheipers gleich zweimal Ehrenbürger. Die Städte Wilsdruff in Sachsen und Ochtrup in Nordrhein-Westfalen verleihen ihm die Würde in der kommenden Woche, wie das Bistum Dresden-Meißen am Donnerstag ankündigte.

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