Beim Namen genannt

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Beim Namen genannt
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Manfred Lütz (58, Foto: Archiv), Psychiater, Theologe und Buchautor, vermisst bei Katholikentagen eine offene Diskussionskultur. Er wünsche sich mehr „wertschätzende Debatten zwischen ,Konservativen‘ und ,Progressiven‘ auf Augenhöhe“, sagte Lütz am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur in Köln. So seien bekannte und profilierte Katholiken wie Klaus Berger und Robert Spaemann bei dem jüngsten Treffen in Mannheim noch nicht einmal eingeladen worden. Lütz bilanzierte, das veranstaltende Zentralkomitee der deutschen Katholiken habe das Thema nicht mit Leben füllen können: „Die Vielfalt der katholischen Kirche ist ein Reichtum, aber auf dem Katholikentag wird man immer wieder gefragt, welcher Katholik einem peinlich ist. Peinlich!“ Der Theologe riet, sich von den „festgefahrenen“ Debatten um Frauendiakonat und Zölibat zu verabschieden und „mal auf das zu schauen, was funktioniert“.

Kardinal Christoph Schönborn ist mit der Ehrendoktorwürde der rumänischen Universität Iasi ausgezeichnet worden. Der Wiener Erzbischof erhielt die Auszeichnung für Verdienste um den ökumenischen Dialog und seine Bemühungen um die Verbreitung des christlichen Glaubens in der gegenwärtigen Welt, wie es von Seiten der Universität hieß. Die Feier wurde von der orthodox-theologischen und der katholisch-theologischen Fakultät gemeinsam organisiert. Die Laudatio hielt der Dekan der katholischen Fakultät, Emil Dumea.

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