Beim Namen genannt

Kurt Masur (84), einer der bedeutendsten deutschen Dirigenten (Foto: dpa), sieht das Älterwerden positiv. „Manches kann man erst in hohem Alter begreifen“, sagte der langjährige Leiter des Leipziger Gewandhausorchesters der „Hannoverschen Allgemeinen“ (Mittwoch). „Bei der Vorbereitung auf Beethovens ,Missa Solemnis‘ habe ich ganz neu und beglückt festgestellt, wie groß ein Werk wie dieses ist.“ Beethoven habe es nach zehnjähriger Kompositionspause im Zustand von Taubheit und schwerer Krankheit geschrieben. „So eine Botschaft zu senden, das ist erst kurz vor dem Aufwiedersehen möglich.“ Er selbst wolle so lange am Pult stehen, wie es Menschen gibt, die ihm zuhören wollen.

Iwan Iwanowitsch Agrusow, Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), ist in der Nacht zum 1. Februar 2012 im Alter von 87 Jahren verstorben. Dies teilte die IGFM gestern mit. Agrusow wirkte von 1972 bis 1995 als Geschäftsführender Vorsitzender der in Frankfurt am Main ansässigen Menschenrechtsgesellschaft. 1995 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Menschenrechtsarbeit zurückziehen. Für Agrusow sei Menschenrechtsarbeit immer ein Akt christlicher Nächstenliebe gewesen, eine Ehrensache, für jene einzutreten, die sich nicht selbst helfen konnten. Er sei beschimpft, diskriminiert, verleumdet und bespitzelt worden – die DDR-Staatssicherheit als langer Arm des KGB habe auch in Frankfurt davor nicht haltgemacht. Seine „Stasi-Akten“ umfassen Tausende von Seiten.

Themen & Autoren

Kirche

Synode
Synode
Synodalität als Stärkung der Kirche Premium Inhalt
Synodale Prozesse wecken derzeit sowohl Hoffnung als auch Sorgen. Doch was zeichnet den „gemeinsamen Weg“ aus? Zehn biblische Anregungen für synodale Gespräche.
20.09.2021, 19 Uhr
Martin Baranowski
Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer