Beim Namen genannt

Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda und Präsident von „pax christi“ Deutschland (Foto: Archiv), hat gefordert, den Abzug der noch in der Bundesrepublik gelagerten Atomwaffen endlich durchzusetzen und eventuell geplante Modernisierungen abzulehnen. Dies schrieb er zum Anlass der Jahrestage der bisher weltweit einzigen Einsätze von Atombomben gegen die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 in einer Erklärung, die am heutigen Dienstag veröffentlicht wird. Weiter mahnte Algermissen, mit Russland nicht allein Formen guter wirtschaftlicher Zusammenarbeit anzustreben, sondern auch auf eine gemeinsame Sicherheit durch atomare Abrüstung hinzuwirken. Gegenüber der NATO äußerte er die Erwartung, dass sie ihre eigenen militärpolitischen Konzepte so verändere, dass ein Ersteinsatz (Erstschlagkapazität) aufgegeben wird und sich in der Vorbereitung der Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages 2015 für eine Atomwaffenkonvention einzusetzen. In das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki schloss Algermissen auch die Menschen ein, „die unter den Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima leiden oder dadurch ihr Leben verloren haben“. Die verheerenden Schäden für Mensch und Natur, die der atomare Super-Gau des Atomkraftwerkes Fukushima angerichtet habe, mahnen dazu, sich der Risiken und Gefahren jeder Nutzung von Atomkraft, ob zivil oder militärisch, neu bewusst zu werden. Ausdrücklich begrüßte Algermissen die politische Entscheidung zum Wiedereinstieg in den Atomausstieg. „Konsequente Schritte der Förderung erneuerbarer Energie müssen folgen“, sagte der Präsident von „pax christi“ weiter.

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24.09.2021, 10 Uhr
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