Beim Namen genannt

Dirk Niebel (FDP, Foto: dpa), Bundesentwicklungsminister, hat sich jetzt in den Streit um eine im Serengeti Nationalpark geplante Straße eingeschaltet. Bei einem Besuch der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft machte sich Niebel für eine Alternative zu der von Tansanias Regierung anvisierten Trasse stark. Gegner des Projekts befürchten, dass mit dem Bau der Straße die jährliche Wanderung von 1,3 Millionen Tieren empfindlich gestört wird. Die geplante Verbindung hat eine Länge von rund 50 Kilometern und würde das nördliche Ende des Nationalparks queren. Wie Niebels Ministerium in Berlin mitteilte, will sich Deutschland an einer internationalen Machbarkeitsstudie für eine Südumgehung des weltberühmten Nationalparks beteiligen. Ferner stellte der Minister in Aussicht, die Alternativroute finanziell zu unterstützen. Ebenso sollten mit Geldern aus der Entwicklungshilfe ländliche Projekte in den Regionen im Norden Tansanias gefördert werden, die mit dem Straßenbauprojekt erschlossen werden sollen. Die tansanische Regierung habe den deutschen Vorschlag „interessiert aufgenommen“, hieß es aus dem Entwicklungsministerium. Der Serengeti Nationalpark erstreckt sich über knapp 15 000 Quadratkilometer und gehört zu den berühmtesten Reservaten der Welt. In Deutschland wurde er vor allem durch den Film „Serengeti darf nicht sterben“ von Bernhard Grzimek (1909–1987) und seinem Sohn Michael (1934–1959) bekannt, der 1959 einen Oscar erhielt.

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